Deutschland führt wieder Krieg und zwingt gleichzeitig andere EU-Staaten zu immer drastischeren Sparmasnahmen auf Kosten der arbeitenden Klassen. Das ökonomische Ungleichgewicht wird größer und politisch zementiert. Die Konsequenz dieser agressiven Außenpolitik ist ein Wandel der Innenpolitik: Es wird versucht die Arbeiterklasse durch rassistische Hetze a la Sarazzin zu teilen und somit zu schwächen. Dabei steht der Abbau demokratischer und sozialer Rechte im Mittelpunkt der herrschenden Innenpolitik. Wir wollen mit der Genossin Renate Münder (von der DKP München) über den Demokratieabbau und der Frage nach nötiger und möglicher Gegenwehr diskutieren?
Wann? 16.5.12 um 19:00
Maifeiern Göttingen
Datum: Dienstag, 01.05.2012
Ort: Göttingen
10:30 Uhr Demonstrationszug ab Platz der Synagoge zum Marktplatz vor dem Alten Rathaus
11:30 Uhr Maikundgebung auf dem Rathausmarkt
Begrüßung Lothar Hanisch, DGB-Regionsvorsitzender
Mai-Rede Eckhard Stoermer, IG BAU Regionalleiter
Wortbeiträge Reinhard Dickehuth, stellv. BR-Vorsitzender bei Carl-Zeiss Microlmaging GmbH Göttingen
N. N. ver.di
Marcus Beyer, lebenswertes Göttingen zum Zukunftsvertrag
Musik „The Hippocritz“
Angebote für Kinder, Informationsstände von Gewerkschaften, Initiativen und Gruppen; Essen und Getränke…
Der Tag des Sieges der antifaschistischen Koalition gegen Hitler-Deutschland jährt sich dieses Jahr zum 67. Male. Am 8. Mai 1945 unterzeichnete Deutschland die bedingungslose Kapitulation. Dieser militärische Sieg war nur möglich geworden durch die gemeinsame Kraftanstrengung der Armeen und Völker der Anti-Hitler-Koalition. Militärische Wendepunkte des Krieges waren im Dezember 1941 die Schlacht vor Moskau, die den deutschen „Blitzkrieg“ stoppte; im Winter 1942/43 konnte die Rote Armee in der Schlacht um Stalingrad der Wehrmacht eine bedeutende Niederlage bereiten und die deutschen Einheiten seitdem schrittweise nach Westen zurücktreiben; im Juni 1944 wurde mit dem D-Day auch die langersehnte zweite Front im Westen eröffnet.
Neben den regulären Einheiten der alliierten Armeen waren es Partisanengruppen, die im von Deutschland besetzten Europa einen entscheidenden Beitrag zur Befreiung leisteten. Gerade angesichts der derzeit durch deutsche Leitmedien angeheizten nationalchauvinistischen Welle gegen Griechenland und „die Griechen“ wollen wir dieses Jahr den Beitrag der griechischen Partisaneneinheiten im Kampf gegen den deutschen Faschismus besonders würdigen. Und wir wollen erinnern an die Kriegsverbrechen und Massaker, die Wehrmacht, Gebirgsjägereinheiten und Waffen-SS zwischen 1941 und 1944 in Griechenland verübten. Bis heute weigert sich die Bundesrepublik Deutschland, Entschädigungszahlungen für die Massaker in Kalavrita und Distomo zu leisten. Während in Deutschland die brutale Besatzungszeit der Wehrmacht in Griechenland aus dem allgemeinen Blickfeld verdrängt ist, ist in Griechenland die Erinnerung daran noch lebendig, sind die Wunden noch offen.
Die Gedenkveranstaltung der VVN-BdA zum Jahrestag der Befreiung vom Faschismus findet am Dienstag, den 8. Mai um 18:00 am Gedenkstein für die Göttinger Zwangsarbeiter (Bahnhofsausgang Westseite, zwischen Arbeitsamt und Bahnhof) statt. Die VVN-BdA und der ver.di Ortsverein werden zum Gedenken an diejenigen, die für die Befreiung ihr Leben ließen, Kränze am Mahnmal hinterlegen. Die Veranstaltung wird wird voraussichtlich gegen 19:00 enden.
Inhalt dieser Ausgabe:

* Leiharbeit – moderne sklaverei ?!
* es ist zeit, sich zu wehren!
* alles ok bei VW ??
* Wir leben in einer Klassengesellschaft…?!?
* Festival der Jugend 2012!
Göttinger Appell 2012 zum sogenannten Zukunftsvertrag
Göttingen soll leben
Göttingen lebt von den vielfältigen Angeboten im kulturellen und sozialen Bereich, von Freizeit-, Sport- und Umwelteinrichtungen. Von großen Organisationen bis zu spezialisierten Projekten engagieren sich BürgerInnen für BürgerInnen. Die Summe dieser Angebote ist entscheidend für die Attraktivität unserer Stadt und das Zusammenleben aller Bevölkerungsschichten von Jung bis Alt. Durch gewachsene Kooperationen und Netzwerkstrukturen werden die Menschen in Göttingen erreicht und einbezogen. Engagement für die Teilhabe – gerade auch von Kindern, Jugendlichen und finanziell schlechter Gestellten – hilft, soziale und kulturelle Ausgrenzung sowie daraus resultierende Belastungen zu vermeiden. Die Stadt Göttingen spart bereits spürbar, dennoch finanziert sie noch einen maßgeblichen Teil dieser Angebote und Leistungen. Verordnete Zusammenlegungen und Schließungen von Einrichtungen müssen und können vermieden werden! Das kulturelle Leben und die sozialen Unterstützungsangebote müssen in ihrer Vielfalt erhalten und in ihrer Reichweite weiter ausgebaut werden.
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Aufgrund erhöhter Nachfrage haben wir ab 21:30 Uhr einen Shuttle Service von der Esso Tankstelle am Auditorium eingerichtet. Dort wird ein 8 Sitzer dauerhaft hin und her fahren! (natürlich Kostenlos!!!)
Ein Beitrag der Kommunistischen Jugend Österreich zum Frauentag
Quelle
Warum Frauentag? Der erste Frauentag fand am 19. März 1911 auf Initiative der deutschen Kommunistin Clara Zektin statt. Sie trat auf dem Kopenhagener Kongress der II. Internationale 1910 folgenden Frauenkonferenz für einen Internationalen Kampftag der Frauen ein. Damals sollte er in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht dienen. Allerdings durfte und darf er nicht allein darauf beschränkt werden. Auf den 8.März wurde er erst im Jahr 1921 gelegt. Das geschah in Erinnerung an das Jahr 1917 als in St. Petersburg Arbeiter- und Soldatenfrauen und Bäuerinnen streikten und damit einen großen Beitrag zur Februarrevolution beitrugen. Ein weiterer Grund für die Legung des Frauentages auf den 8. März liegt in weiterer Vergangenheit. Am 8. März 1857 traten Textilarbeiterinnen in New York in den Streik. 1908 streikten wiederum am 8. März die Arbeiterinnen der Textilfabrik Cotton in New York für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. Um eine Solidarisierung der Gewerkschaft zu verhindern wurden die Frauen vom Fabriksbesitzern in der Fabrik eingeschlossen und aus bis heute ungeklärten Gründen brach ein Brand aus. 129 Arbeiterinnen starben in den Flammen der Textilfabrik.
Doch warum einen extra Tag, an welchem extra auf die Rechte der Frauen hingewiesen werden soll? Geht es nicht das ganze Jahr um Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann? Seit dem Eintritt der Frau in das Erwerbsleben, seit es lohnabhängige Frauen gibt, leiden Frauen unter einer Doppelbelastung. Zusätzlich zu der Unterdrückung durch den Mann in der Gesellschaft kam mit der Lohnarbeit der Frau unweigerlich auch ihre ökonomische Unterdrückung durch die Kapitalisten hinzu. Auch heute steht Unterdrückung auf der Tagesordnung. Sei es die allseits bekannte, weit auseinander klaffende Lohnschere zwischen Mann und Frau oder das unbewusste oder bewusste Rollenzuschreiben im Alltag, welche Ungleichberechtigung rechtfertigen. Solange Frau und Mann de facto nicht gleicht gestellt sind, solange diese Gleichstellung nur auf Papier geschrieben ist, aber nicht gelebt wird, solange muss auf Unstimmigkeiten in der Gesellschaft oder im Rechtssystem hingewiesen wird. Es geht weder darum der Frau eine privilegiert Stellung innerhalb der Gesellschaft einzuräumen, noch darum den Mann an den Pranger zu stellen. Das ganze Jahr über muss auf das Problem der Unterdrückung aufmerksam gemacht werden. Doch am Frauentag kann aufgrund der politischen Sensibilisierung besonderes Augenmerk auf dieses Thema gelegt und die Agitation für eine fortschrittliche Bewegung intensiviert werden.
Kommunistinnen und Kommunisten müssen sich darüber im Klaren sein, dass man auch am Frauentag – an welchem natürlich auch systemimmanente Reformen und Verbesserungen gefordert werden – nicht um einen systemkritischen Zugang umhin kommt. So sehr auch um Gleichberechtigung innerhalb des Kapitalismus gerungen wird, so wird eine vollständige Gleichberechtigung von Mann und Frau erst im Sozialismus von statten gehen können.
Typisch Frau? Sprengen wir die Ketten, die uns fesseln! Medien und Politik stellen es meist so dar, als ob die Gleichberechtigung der Frau in unserer Gesellschaft schon längst erreicht wäre. Dass dies nicht stimmt und wir noch immer in einem patriachalen System leben, wird selbst bei oberflächlicher Betrachtung schnell klar. Im öffentlichen Raum sind wir von Frauen umgeben, die uns lasziv, halbnackt und in „typisch weiblichen“ Rollen, mit „typisch weiblichen“ Gesten von Plakatwänden, aus Musikvideos und Fernsehsendungen entgegenblicken. Doch wer hat eigentlich festgelegt, dass dieses Verhalten „typisch weiblich“ ist? Die Antwort findet sich in unserem bundesweiten Flugblatt, welches sich als PDF-Datei im Anhang befindet.
Wir fordern:
* Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
* Finanzielle Aufwertung und Gleichstellung von frauentypischen Berufen!
* Flächendeckende Einrichtung kostenloser Kinderbetreuungsstätten mit Öffnungszeiten, die den Lebensbedingungen von Frauen gerecht werden!
* Vergesellschaftung der Reproduktionsarbeit!
* Emanzipatorische, geschlechtersensible Erziehung in Kindergarten, Schule und Lehrausbildung!
* Einsparungsstopp und mehr Förderungen für Mädchen- und Frauenberatungsstellen sowie für Frauenhäuser!Kämpfen wir gemeinsam…
* gegen Sexismus, Diskriminierung und Gewalt an Frauen!
* gegen patriachale Strukturen!
* für die Befreiung der Frau und den Sozialismus!
Solidaritätserklärung der SDAJ mit dem Streik der ver.di zu den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst:
Liebe Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst!
Wir sind solidarisch mit Eurem Arbeitskampf. Wir finden eure Lohnforderung von 6,5 % oder mindestens 200€ absolut angebracht – genauso wie die Forderung nach unbefristeter Übernahme und 100€ mehr für Azubis.
Die Arbeitgeber sagen, angesichts der Verschuldung der Kommunen seien diese Forderungen überzogen. Das ist aber nicht der Fall. Mit dem letzten Tarifabschluss von 2010 wurde eine Entgelterhöhung beschlossen, die nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen hat. Und natürlich werden die Kosten für den Lebensunterhalt weiter steigen: Mindestens 2% Inflation soll es auch dieses Jahr wieder geben. Das heißt, allein um das gleiche im Geldbeutel zu behalten müssen es schon mehrere Prozent Erhöhung sein. Und die auch im öffentlichen Dienst ständig ansteigende Arbeitsverdichtung muss aufgefangen werden: Der ständige Stellenabbau muss gestoppt werden, die Jugend braucht eine Zukunft, die Übernahme der Auszubildenden muss her!
Zur Verschuldung der Kommunen und des Bundeshaushaltes: Sie sind nicht naturgegeben sondern Folge falscher Politik. Es ist eine politische Entscheidung seit Jahren auf Unternehmens-, Vermögens- und Reichensteuer in Milliardenhöhe zu verzichten. Es ist ebenso eine politische Entscheidung, weitere hunderte Milliarden für die Rettung von Banken zur Verfügung zu stellen und ihre Profite nicht anzutasten. Während also Banken und Konzerne geschont werden, soll nun an Sozialausgaben und den Löhnen im öffentlichen Dienst gespart werden.
Unsere Meinung dazu ist: Nicht die Banken und Konzerne – nein, Ihr seid es Wert! Und Ihr müsst für die Verbesserung Eurer Löhne und Arbeitsbedingungen kämpfen. Deshalb sind wir solidarisch mit eurem Streik und unterstützen euren Arbeitskampf. Lassen wir es gemeinsam nicht zu, das die Kosten der Krise auf uns abgewälzt werden, während Banken und Konzerne Milliarden Gewinne einfahren.
Mit solidarischen Grüßen,
Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend
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